„Von der Sonne gereift“
Die Traube tagt tagelang
traurig auf dem Terroir.
Überflüssig im Überfluss,
Gedanken statt Genuss.
Duldsam entrissen der Rebe:
Ein Schuss auf ein neues Glas!
Lebe!
„Von der Sonne gereift“
Die Traube tagt tagelang
traurig auf dem Terroir.
Überflüssig im Überfluss,
Gedanken statt Genuss.
Duldsam entrissen der Rebe:
Ein Schuss auf ein neues Glas!
Lebe!
„Der große Weg hat kein Tor“
Im rheinhessischen Ozean, auf dem Sonderkulturbetrieb „Insel“, die malerisch am Jakobsweg liegt, wächst ein vielfältiger, lebendiger Obstgarten. Goldgelbe Quitten, rötliche Äpfel, Nussbäume und viele andere Bäume gedeihen hier in einem stabilen Naturkreislauf.
Seit nunmehr 18 Jahren verwandle ich die einstige Streuobstwiese in einen lebendigen Garten Eden, nach den Prinzipien der natürlichen Landwirtschaft – ähnlich dem Shizen nōhō (自然農法) von Masanobu Fukuoka. Eine Landwirtschaft des Vertrauens, des genauen Beobachtens und des bewussten Nicht-Eingreifens, mit Fokus auf Bodenaufbau, Vielfalt und natürliche Kreisläufe. Was hier wächst, gedeiht aus eigener Kraft – genährt von gesunder Erde, Ruhe und Zeit.
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„Wir halten uns an den Händen und erkennen: Frieden beginnt, wenn wir uns im anderen sehen – in diesem Erwachen sind wir eins.“
Menschen unterscheiden sich aus Tradition, Kultur und Geschichte. Die Zugehörigkeit zu einer Religion – sei es zu „Christen“ oder „Muslimen“ – kann Gemeinschaft und kollektive Identität stiften. Doch allzu oft führen diese Unterschiede zu Missverständnissen oder Konflikten, obwohl die zugrunde liegende spirituelle Wahrheit einheitlich ist.
Aus dieser Erkenntnis entstand ein poetischer Text, der Zitate und spirituelle Essenzen aus Koran und Bibel miteinander verweben lässt und die innere Einheit aller Menschen feiert.
Atme ein, die Welt ruht in Gottes Nähe,
„O ihr Menschen, dient Allah!“ – so spricht der Koran,
und in deinem Herz erklingt zugleich:
„Ich bin das Licht der Welt“ – spricht Jesus in der Bibel.
Die Namen mögen sich unterscheiden,
doch das, das sie meinen, ist dasselbe:
ein Flüstern der Liebe,
ein Strom, der die Seele nährt,
ein Atem, der alle Herzen verbindet. Weiterlesen
Vom Benennen zum Staunen – Eine Rückkehr zum BeginnersMIND
“The day you teach the child the name of the bird, the child will never see that bird again.” — Jiddu Krishnamurti
Dieser Ausspruch des indischen Philosophen Krishnamurti beschreibt einen der zentralen Arbeitsschwerpunkte der Schmetterlingstage – eines viertägigen Kids-Retreats auf der Insel im rheinhessischen Sulzheim, das im Herbst 2025 erneut mit rund 20 Kindern stattfinden konnte.
Kategorisieren, benennen, einordnen, labeln, vereinfachen, nachmachen … Menschliche Strategien, die Ordnung schaffen – und gleichzeitig eine Trennung zwischen uns und dem eigentlichen Erleben bewirken.
Die wahrhaftige Essenz des „Was ist“ geht verloren. Die magische Haltung des Staunens weicht dem ErwachsenenMIND der Wissenschaft, der Logik und des deklarativen Wissens. Weiterlesen
„Die Schmetterlingstage sind für Kinder besondere Tage der inneren Einkehr und Gemeinschaft.“
Vor einigen Jahren stolperte ich über das technische Wort „Deprivation“. Laut Definition von Oxford Languages bedeutet dies in der Psychologie Mangel, Verlust oder Entzug von etwas Erwünschtem. Damals war das Wort in einen philosophischen Essay zum Thema Tierrechte und Veganismus kontextualisiert, was für mich stimmig war und bis heute ist.
Im Inneren arbeitete der Terminus weiter, und ich begann, seinen polyformen Charakter zu beobachten. Die „Insel von János“ ist für mich der Antipol von Deprivation. In Anlehnung an die oben genannte Definition steht sie für Überfluss, Bereicherung und den Erfüllungsort von etwas Erwünschtem. Sie ist ein anthropogener Topos, der in den tiefen Strukturen menschlicher Existenz ansetzt.
Die anstehenden „Schmetterlingstage“ sind ein mustergültiges Beispiel für ein Angebot von etwas Erwünschtem. Sie eröffnen den Teilnehmenden einen Zugang zu leider vernachlässigten Bereichen des Seins. Sie leisten einen Beitrag zur Abschaffung von Deprivation im Rahmen kindlicher Entwicklung – in Eigen- wie in gruppenbezogener Verantwortung kann man sich selbst und das Umfeld auf spielerische Weise erfahren.
Eingebundenheit, Austausch, Offenheit, Verletzlichkeit, Freude, Spannung, Überraschung, Lachen, Tanzen, Singen, Kochen, Schlemmen, Körperbewusstheit, Rhythmik …
– kein Verlust, kein Mangel, kein Entzug! Nein – das Gegenteil bitte!
Rinde…
So kam der Tag an dem ich tief in die Angst hineingegangen bin.
Um zu erfahren wer ich bin –
Und was es ist dies andere Ding.
Angst vor was und vor wem –
Und steckt dahinter ein System.
Angst hilft uns nicht weiter.
Hab ich gesehen.
Wir laufen nicht mehr
Und bleiben stehen. Weiterlesen
Eine neue Zukunft beginnt…
„Wir stehen auf! Wir richten uns auf!
Wir weisen Frauen erheben uns und zeigen uns!
Wir alle auf diesem Planeten sind eine Spezies, eine Rasse-
unsere Hautfarbe zählt nicht.
Wir wurden im großen Stil durcheinandergeworfen
und auf unglaublich grausame Weise manipuliert
und mit Lügen gegeneinander aufgehetzt.
Wir werden diese täglichen Lügen nicht mehr glauben!
Wir sind Lichtwesen und werden uns wieder
an unseren Ursprung erinnern
und unsere Stärke als eine Spezies leben.
Wir wären niemals von uns aus auf die Idee gekommen,
ein solch unfreies Leben zu führen.
Wir entziehen euch das Recht, uns zu beherrschen.
Wir werden euch nicht mehr folgen,
wir lassen uns nicht länger zu eurer Unterhaltung zerstören.
Wir kehren zurück in die Liebe und
zu unserem freien Willen!
Wir erschaffen für uns eine neue Zukunft!
Wir Großmütter übernehmen unsere Verantwortung
für die nächsten sieben Generationen!“
[Inaqiawa: Die Rückkehr des weiblichen Prinzips, Die stille Sehnsucht der Menschheit, LebensGut Verlag, Inaqiawa 2020, 240.]
stille Nacht…
Eigentlich wollte ich ein Gedicht über den Mond schreiben,
doch es gibt so viele über den Mond zu erzählen, daß ein Gedicht
viel zu lang würde. Weiterlesen
Warum leuchten wir nicht alle Grün wie das Blatt…
„Grün ist die Farbe der Natur,
Grün sind die vielen Nuancen der Vegetation,
Weiterlesen
Helles Treppenhaus…
Mein Weg erschien mühsam und voller Stufen.
Eines Tages betrachtete ich diesen Weg aus einer anderen Position und kam zu der Auffassung:
Es war der mühe Wert,
jede dieser einzelnen Stufe zu erklimmen.
Die Blätter können sich dem Licht nur öffnen, wenn sie genügend Wasser bekommen…
Wasser ist für mich Liebe.
Jedes Geschöpf trägt es in sich. Der eine hat mehr der andere hat weniger davon, aber wie alles Leben sehnen wir uns danach. Ohne Wasser kann nichts existieren.
Wahre Liebe verletzt nicht,
ich liebe,
weil ich gerne schwimme
und das geht bekanntlich nur im Wasser!
Freude ist überall zu finden…
Ich habe aufgehört das Leben ernst zu nehmen,
eigentlich soll es mir viel Freude bereiten,
so wie ich mich als Kind am Strand gefühlt habe,
aber manchmal sehe ich vor lauter Sand den Strand nicht mehr.
Dann gehe ich im Sand umher,
bis ich wieder den Strand sehe!
Geld ist nicht alles im Leben, aber dennoch sehr nützlich, wenn man es loslassen kann…
Einmal hat meine Mutter viel Geld von meinem Onkel geliehen…
Er lieh es ihr, damit sie ihr Haus vor der Pfändung retten konnte… Weiterlesen
Eine geheimnisvolle Obhut…
Am Nussbaum des Klangs habe ich zwei Nächte verbracht
Mich vom Wind in eine andere Welt tragen lassen
Mich auf die Erde zurück bringen lassen
Unzählige Klänge verschenkt, geweint, geheilt, gelacht
Nachgedacht, mal nicht gedacht
Und immer wieder mit Bedacht
Durchflutet, umhüllend, wach geküsst von Sonnenstrahlen
So warm, wie mein Herz liebt.
Brücke des Glaubens…
Das Leben ist ein Weg,
und dieser Weg ist das Leben. Weiterlesen
Fernblick…
Anpassen bedeutet nicht seine Vergangenheit aus dem Gedächtnis zu löschen, sondern es bedeutet viel mehr zulernen um persönliche Erkenntnisse zu sammeln. Weiterlesen
Schatzkammer voll Gold…
Ein Eichhörnchen sammelt Nüsse und schafft sich dadurch einen Besitz – Proviant für den Winter an, soviel wie es für sich und seine Familie zum überleben benötigt. Weiterlesen
Blickrichtung…
Ein Vogel im Käfig, ist er eingesperrt oder frei? Ändert das Wissen um die Antwort etwas an seiner Wahrnehmung? Weiterlesen
Schöne Momente…
Was ist Ablenkung und warum lenke ich mich ab? Diese Frage stieg in mir während einer achtstündigen Autofahrt nach Kiel auf. Weiterlesen
Eine Erkenntnis während einer Zugfahrt…
In dem Dorf Liuli lerne ich tagtäglich was Geduld bedeutet. Weiterlesen
Türöffner…
Eine Begegnung kann sehr vieles sein. Sie ist zum Beispiel ein Zusammentreffen mit Menschen, der Natur, Tieren oder der Umwelt. Weiterlesen
A tree trunk…
I still think it´s a beautiful dream and I don´t want to wake up. Weiterlesen
Übersicht…
Ich war im Begriff mein Leben neu zu ordnen, all die Puzzleteile die ich mein Leben über gesammelt hatte endlich zu einen Bild zusammenzusetzen. Weiterlesen
Ein besonderer Tag…
Es ist früher Nachmittag als wir Charles, bei einem ehemaligem Bekannten zu besuchen sind. Weiterlesen
A colorful „Italian“…
I can say that I made the most important choices in my life against the opinions of the most – especially those persons which love me more, because I think that „only you know what is better for you“. Weiterlesen
Folge der Spur…
Manchmal, wenn das Leben es gut mit uns meint, treten Menschen in unser Leben, die von heute auf morgen alles verändern können. Weiterlesen
Ausblick…
Ich sitze gemütlich unter einer Kastanie in einer sanft geschwungenen Weinbergslandschaft, genieße den Wind, der wie eine Meeresbrise über die Felder streicht und die Blätter der Bäume zum rascheln bringt. Weiterlesen
Sich selbst überlassen…
Die verlassene, amerikanische Schießanlage auf dem Kuhberg in Bad Kreuznach mitten in der wuchernden Natur hat eine ganz eigene Ausstrahlung und ruft Erinnerungen bei János und mir wach. Weiterlesen
Warten, dass der Regen aufhört…
Als ich klein war fand ich Regen immer doof. Regen in Deutschland war kalt, fies und ich musste drinnen spielen. Drinnen spielen war natürlich oft langweilig. Weiterlesen
Eines der vielen Fischerboote in Stone Town…
Am Strand in der Nähe vom Hafen haben wir mittags ein paar schöne Erinnerungsfotos geschossen. Weiterlesen
Ein großes Herz für Tansania…
Ein Wort das – so schwierig es zu erklären ist – eigentlich ganz einfach umzusetzen ist. Weiterlesen
Im Mittelpunkt…
„…die Reise zum Glück“ [B. G. Hennessy, Susan Mitchell: Das kleine Einhorn und die Reise zum Glück, Arena-Verlag GmbH, Würzburg 2006, Buchumschlag.] Weiterlesen
The guy from Down Under and some of his new friends…
The people of Liuli they are very friendly. More so, if you speak a little bit Swahili. Weiterlesen
Beisammen…
Hallo, ich bin Kathrin. Weiterlesen
Simba „Löwe“…
Nur wenige Menschen erfahren viel Aufmerksamkeit. Weiterlesen
Der Augenblick…
Auf dem Weg zum Strand treffe ich oft Maneno. Weiterlesen
Mit dem Bus unterwegs…
Wie durch Zufall schauen wir beide just in dem Moment auf, als der Busfahrer urplötzlich mit aller Kraft auf die Bremse tritt: vor uns schleicht ein Rikschamotorrad die Straße entlang. Weiterlesen
Jetzt…
Was gibt es Schöneres nach einem anstrengenden Tag, als einfach zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen? Weiterlesen